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::Interviews::

 

1LIVE: Take That 2007 und Take That in den frühen 90ern - worin liegt für euch der größte Unterschied?

Gary Barlow: Ein großer Unterschied ist auf jeden Fall, dass wir uns auf kreativer Ebene viel mehr austoben können. Wir arbeiten auch viel enger zusammen, eben wie eine richtige Band, anstatt nur auf den Erfolg zu schauen. Wir haben uns nicht hingesetzt und gesagt: 'Okay, lasst uns mal zwei Millionen Platten verkaufen.' Wir haben einfach unsere bestmögliche Platte gemacht. Früher sah das anders aus, da hat man sich viel mehr reinreden lassen, von Managern und so weiter.

Jason Orange: Und im Gegensatz zu früher wissen wir auch, welche Reaktionen man mit Musik hervorrufen kann. Normalerweise gucken Typen ja nur Fußball oder besaufen sich, wenn sie zusammen sind. In einer Band ist das anders. Da ist man gemeinsam kreativ, und man kann ganz viele Leute dadurch begeistern, sie mitreißen. Mit deiner Performance und deinen Songs. Wir sind mittlerweile echt dankbar, in einer solchen Position zu sein.

1LIVE: Stichwort Performance: Der Anlass dieses Interviews ist eure Tournee im Herbst. Wann habt ihr beschlossen, wieder auf Tour zu gehen?

Mark Owen: Bis Ende 2006 waren wir ziemlich sicher, dass wir keine Tour machen würden. Wir hatten unsere ganze Promotion fürs Album hinter uns und danach ein paar Wochen frei. Und irgendwie dachte ich: 'Das kann doch nicht sein! Unsere Platte verkauft sich gut, wir waren gemeinsam wochenlang für Interviews unterwegs und jetzt geht jeder wieder seinen eigenen Weg?' Das hat sich einfach falsch angefühlt.

 

1LIVE: Wie weit seid ihr mit den Vorbereitungen? Wie wird beispielsweise die Bühne aussehen?

Gary Barlow: Es sind ja noch sechs, sieben Monate hin. Da muss die Bühne erst gebaut werden. Außerdem müssen Grafiken entworfen werden, die Backingband zusammengestellt werden, alles mögliche. Aber wir haben schon einige Ideen, mal schauen, was sich davon realisieren lässt.

1LIVE: Ihr hattet unglaublich viele Hits in den 90ern, habt mit "Beautiful World" jetzt aber auch ein neues Album am Start. Wie stellt man da die Setlist zusammen?

Mark Owen: Das gibt noch Krieg, da bin ich mir sicher! (lacht) Natürlich werden wir viele neue Songs, aber auch genau so viele alte Stücke spielen. Aber ich kann dir sagen: Bei vier Sturköpfen, von denen jeder gleichberechtigt ist und seine Lieblingssongs dabei haben will – tja, einfach wird das nicht. Aber ich freu mich schon drauf zu sehen, wie jeder einzelne die anderen überzeugen will (lacht).

1LIVE: Wer wird bei den alten Songs Robbies Parts übernehmen?

Gary Barlow: Bei den Auftritten in England Anfang letzten Jahres haben wir ja auch "Could It Be Magic" und "Everything Changes" gespielt. Da hab ich seine Parts gesungen. Warum eigentlich?

Mark Owen: Weil du am meisten wie Robbie aussiehst! (schaut rüber zu Gary) Naja, zumindest die Augenfarbe stimmt (grinst).


1LIVE: Was war das für ein Publikum bei den Auftritten im letzten Jahr?

Mark Owen: Es war auf jeden Fall gemischter als früher. Und interessant ist, dass auch Leute kommen, die unsere alten Hits ständig im Radio hören, und uns eher wegen der Songs mögen, und nicht, weil wir mal eine große Boyband waren. Die alten Fans kommen natürlich auch, klar. Und wegen der neuen Platte natürlich auch Leute, die uns noch nie gesehen haben.

1LIVE: Trauen sich inzwischen auch mehr Männer zu Take That?

Gary Barlow: Sagen wir mal so: Es kommen mehr Pärchen. Da ist dann ja ein Mann dabei. So sollte es zumindest sein (grinst).

1LIVE: Ihr werdet insgesamt sechs Konzerte bei uns geben. Wie ist generell euer Verhältnis zu Deutschland?

Gary Barlow: Als wir mit unserem Label über die neue Platte gesprochen haben, war klar, dass wir uns neben unserer Heimat vor allem auch auf Deutschland konzentrieren wollen. Das heißt, dass wir bei euch in den großen TV-Shows auftreten, dass wir viele Interviews geben und so weiter. Wir haben das nicht vergessen, diese Take-That-Mania, die vor zehn, fünfzehn Jahren in Deutschland herrschte. Das war unglaublich damals.

1LIVE: Gab es da einen speziellen Moment, eine bestimmte Situation, an die ihr euch immer wieder gerne erinnert?

Jason Orange: Ich glaube, ihr Name war Jelena (alle lachen).

Gary Barlow: Klar, an die erinnere ich mich auch noch!

Jason Orange: Normalerweise sagt man immer etwas Nettes über das jeweilige Land, zu dem man befragt wird. Wir machen hier schließlich Promotion. Bei Deutschland meinen wir das aber tatsächlich so. Ich mag die Leute dort und die deutsche Geschichte interessiert mich persönlich sehr. Ich würde mir sogar zutrauen, ein Buch drüber schreiben. Warum weiß ich auch nicht, Deutschland interessiert mich einfach.

1LIVE : Habt ihr so was wie ein Ritual, bevor ihr auf die Bühne geht?

Gary Barlow: Wir umarmen uns, das machen wir schon. Ich kann mich an eine Tour erinnern, wo wir das nicht gemacht haben. Und das fühlte sich echt merkwürdig an, irgendwie falsch.

Jason Orange: Vielleicht dachten wir einfach: 'Hey, wir sind verdammte Popstars, was soll uns schon aufhalten?' Allerdings war es eher so, dass jeder von uns seinen ganz eigenen Charakter gespielt hat, seinen eigenen Popstar-Charakter. Sehr professionell eben. Aber heute ist uns das schnurz, da wird sich umarmt. Ende der Diskussion!

1LIVE: Und wie fühlt sich das an, wenn man sich heute diese Charaktere von damals anschaut? Auf Bildern, Postern und so weiter?

Mark Owen: (schmunzelt) Lustig irgendwie. Es fühlt sich an wie ein anderes ich, wenn man es so ausdrücken will. Es gab eine Zeit, da konnte ich das gar nicht ab, mir die alten Fotos anzuschauen. Aber darüber bin ich hinweg, da stehe ich mittlerweile drüber.

1LIVE: Und wie reagiert ihr, wenn ihr selbst heute ab und an noch als Boyband bezeichnet werdet?

Jason Orange: Also ich find's super! Ich meine, ich bin jetzt 36 Jahre alt. Wenn die Leute mich anschauen und denken, dass ich nach vor in einer Boyband sein könnte, nur zu. Dann kann ich gut damit leben! (lacht)

 


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